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Schwangere aufgepasst: PET-Flaschen unter Verdacht

News   •   Jul 14, 2016 09:47 CEST

Weichmacher in PET-Flaschen können die Entwicklung des Zahnschmelzes bei Ungeborenen beeinträchtigen.

Deutschlandweit leiden etwa fünf Prozent der Grundschüler an einer MIH - Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation. Woher die gelblich-bräunlichen oder weißlich-cremefarbenen Flecken auf den Backen- oder Schneidezähnen kommen, wissen auch die Fachleute noch nicht genau. Eine Studie des National Institute of Health and Medical research äußert einen Verdacht.

MIH-Zähne haben nicht nur eine andere Farbe als gesunde Zähne. Der Zahnschmelz ist weicher und poröser, die Zähne sind deutlich kariesanfälliger. Unter Verdacht stehen jetzt hormonaktive Stoffe in den PET-Flaschen, die bereits 2011 in den Ruf gelangten, die Fruchtbarkeit negativ zu beeinflussen. Deshalb ist seit März 2011 Bisphenol A für die Herstellung von Kunststoffflaschen für Babynahrung in der EU verboten.

Wie gefährlich sind PET-Flaschen?

2015 hat die EU-Behörde den Grenzwert für die als unbedenklich geltende tägliche Aufnahme von Bisphenol A durch den Menschen von bisher 50 Mikrogramm auf 4 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag gesenkt, in Frankreich ist seit Januar die Verwendung in Lebensmittelverpackungen verboten. Eine Kennzeichnungspflicht für Bisphenol A-haltige Lebensmittelverpackungen gibt es bisher nicht. Dass diese Stoffe auch Auswirkungen auf die Kinderzähne haben, vermuten jetzt die Forscher auf dem European Congress of Endocrinology.

Auswirkungen für die Zähne

Die Erforschung der gesundheitlichen Auswirkungen von hormonaktiven Stoffen ist noch nicht abgeschlossen. Trotzdem scheinen sie das größte Risiko während der pränatalen und frühen Entwicklung des Kindes darzustellen. Wie die Studie zeigt, weicht Bisphenol A den Zahnschmelz auf. Das führt häufig zu einem Abplatzen der betroffenen Areale bereits während oder kurz nach ihrem Durchtritt in die Mundhöhle. MIH-Zähne sind oftmals stark temperatur- und berührungsempfindlich, was das Zähneputzen oder den Genuss heißer oder kalter Getränke schmerzhaft machen kann. Beides führt dazu, dass MIH-Zähne deutlich kariesanfälliger sind als gesunde Zähne.

MIH vermeiden

Zur Vermeidung von MIH sollten Schwangere auf das Trinken von Wasser aus PET-Flaschen verzichten. Im letzten Drittel der Schwangerschaft beginnt die Entwicklung des Zahnschmelzes. „Schwangere und kleine Kinder sollten möglichst keine Getränke aus PET-Flaschen trinken und Dinge, die diesen Weichmacher enthalten, meiden. Dabei handelt es sich zunächst um eine Vorsichtsmaßnahme, um das Risiko von Schäden am Zahnschmelz zu reduzieren,“ rät Dr. Eggert, Zahnarzt und Geschäftsführer der goDentis - Deutschlands größtem Qualitätssystem für Zahnheilkunde.

Aufklärung hilft

Für Schwangere und junge Familien gibt es zahllose Informationsbroschüren. Der Anteil an Informationen zur Zahnvorsorge ist dabei relativ gering und umfasst oft nur Teilgebiete. goDentis hat deshalb viele Informationen in einer Broschüre für Schwangere, einer Kinderbroschüre und einer Jugendbroschüre zusammengefasst. So können Zahnärzte ihre Patienten umfassend informieren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Zahngesundheit ihrer Patienten von Anfang an möglichst gut erhalten wird. Denn nichts verleiht einem Gesicht mehr Schönheit als ein strahlendes, gesundes Lächeln.

Mehr Informationen zum Qualitätssystem der goDentis unter godentis.de/startseite-aerzte.

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